Autotelefone sind auf dem Vormarsch

Ein Autotelefon ist ein Telefon, das in einem Auto fest eingebaut ist. In der Geschichte der Telefonie stellt das Autotelefon den Übergang vom leitungsgebundenen Festnetztelefon zum Mobiltelefon dar: Für die Übertragung wird bereits wie beim Mobiltelefon eine Funkstrecke verwendet, und es ist im gleichen Maße mobil wie das Fahrzeug, in das es eingebaut ist. Zugleich bleibt es aber wegen der aufwendigen Technik an das Fahrzeug gebunden und ist nicht wie ein Mobiltelefon transportabel.

Wegen seiner technischen Avantgardestellung und den sehr hohen Kosten war das Autotelefon anfangs eine seltene Erscheinung und blieb in der Regel den Angehörigen einer mobilen und vermögenden Führungselite vorbehalten, denen es zugleich als Statussymbol dienen konnte.

Das betreiben einer Sendeempfangsanlage (Betriebsfunk, BOS-Funk, Amateurfunk, Jedermannfunk, Mobilfunk/Handy/Autotelefon) in Kraftfahrzeugen (ab Baujahr 1995) ist nur gestattet, wenn eine nach den Herstellerrichtlinien montierte Außenantenne mit E Prüfzeichen vorhanden ist, ansonsten kann durch Beeinflussung der KFZ Elektronik (EMV) wie z.B. Motorsteuerung/Abgasregelanlage, ABS die allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) erlöschen. [Richtlinie 2004/104/EG]

Darüber hinaus, wurde vom Gesetzgeber bei telefonieren während der Fahrt die Verwendung einer Freisprechanlage vorgeschrieben, man darf nur beim parken den Hörer zum telefonieren benutzen. („STVO §23 (1a) Dem Fahrzeugführer ist die Benutzung eines Mobil- oder Autotelefons untersagt, wenn er hierfür das Mobiltelefon oder den Hörer des Autotelefons aufnimmt oder hält. Das gilt nicht, wenn das Fahrzeug steht und bei Kraftfahrzeugen der Motor ausgestellt ist.“)

Heute finden sich Autotelefone oft in Personenwagen in Verbindung mit Navigationssystemen. Hier werden Notrufe oder Pannenanrufe mit der GPS-Position oder anderen Fahrzeugdaten kombiniert. Gerade der beginnende Internet-Boom im PKW wird zwangsläufig nur über fest eingebaute Geräte funktionieren.

Vorteile von Festeinbaugeräten sind neben der besseren Antennenabstrahlung (Dach- Heckantenne) auch die höherwertige Empfangs- und Sendetechnik, nicht zu vergessen die höhere Sendeleistung von bis zu 8 Watt (D-Netz), die gerade in ländlichen Waldgebieten oft unersetzlich ist.

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