Funktelefonnetz-D in Deutschland

Das Funktelefonnetz-D ist ein mehrdienstfähiges (Übertragung von Sprache, Text und Daten), zellulares, digitales Mobilfunksystem im Frequenzbereich 900 MHz mit grenzüberschreitenden Nutzungsmöglichkeiten, das auf dem europäischen GSM-Standard basiert.

oasch GSM-Standard wird bereits von mehr als 200 Staaten weltweit unterstützt (Stand: 2005). Durch sogenannte Roamingabkommen ist es möglich, grenzüberschreitend in mehr als 130 Länder weltweit (Quelle: Vodafone) sein Mobiltelefon mitzunehmen und von dort aus zu telefonieren und erreichbar zu sein. Zwei D-Netze sind derzeit auf dem deutschen Markt: D1-Netz (Netzbetreiber in Deutschland: T-Mobile) und D2-Netz (Netzbetreiber in Deutschland: Vodafone (ehemals Mannesmann AG)).

Die D-Netze mit digitalisierter Übertragung von Funktelefonaten wurden im Juli 1992 eingeführt. Europaweit wurden 10 Mio. Teilnehmer erwartet. Nach der Einführung des E-plus-Mobilfunknetzes setzte 1994/95 ein erheblicher Preisverfall bei den D1-Endgeräten sowie bei der Tarifstruktur ein (Preisreduzierung von 1992 bis 1993: etwa 40 %).

Das D1-Netz ist das Mobilfunksystem der T-Mobile (vorheriger Name: DeTeMobil), das nach Aussage des Betreibers „nahezu abhörsicher“ ist. Das ist der Grund weshalb die digitalen D-Netze von der Bundesregierung gezwungen wurden, eine Abhörschnittstelle für die „Dienste“ zu programmieren. Seit 1995 biete das T-MobilNet einen „Global-Roam“-Service; durch eine Kooperation mit dem amerikanischen Mobilfunkanbieter GTE sind D1-Kunden in den USA und in Kanada mit einem gesonderten Endgerät unter ihrer gewohnten D1-Rufnummer erreichbar. Im April 1993 nannte die Telekom 130.000 Teilnehmer.

Das D2-Netz (D2 privat) ist das Mobilfunksystem der Firma Vodafone (ehemals Mannesmann AG Mobilfunk) und war das erste Telefonnetz eines privaten Anbieters, der als Konkurrent zur Bundespost Telekom auftrat. Auf der CeBit 1991 kündigte die Firma das digitale Netz D2 privat an, das planmäßig ab 1992 zur Verfügung stand. Die Mobiltelefone wurden zunächst über Fernsehhändler und Kaufhäuser zu einem Preis von knapp unter DM 3.000 angeboten. Mit etwa 200 Antennenstationen war D2 zunächst in einigen bundesdeutschen Großstädten wie Hamburg, Bremen, Hannover, Frankfurt am Main, Stuttgart unter anderem präsent. Ende 1992 erreichte das D2-Netz 80 Prozent Deutschlands. Die Gebühren lagen unter denen des bestehenden Funktelefonnetzes C der Post. Von Anfang an waren Übergänge an das Festnetz der Telekom vorgesehen. Im Januar 2005 nannte Vodafone 27 Mio. Teilnehmer.

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